Deutsche Bahn: es fehlen Milliarden
Der Deutschen Bahn fehlen Milliarden und so wird der Konzern wohn noch über viele Jahre hinweg mit Problemen kämpfen. Vor allem im Winter müssen sich Bahnkunden wohl auch zukünftig darauf einstellen, dass es im Fall von widrigen Witterungen in den kommenden Jahren bundesweit zu erheblichen Störungen im Schienenverkehr kommt. Wir fahren auf Verschleiß und haben keine Reserven, erklärte Rüdiger Grube, Vorstandschef der Deutschen Bahn AG. Gleichzeitig versprach Grube aber auch Verbesserungen, wenngleich er keine Garantien für den nächsten Winter geben könne. Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering (SPD), sagte: Was die Wagenflotte angeht, sind die entscheidenden Mängel voraussichtlich erst in vier bis fünf Jahren abgestellt. Erst dann steht das benötigte Material zur Verfügung.
Daneben steht fest, dass die Deutsche Bahn und das System Schiene chronisch unterfinanziert seien, erläuterte Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP). Es fehle nicht nur an Geld für die Züge, sondern in erster Linie auch finanzielle Mittel für den Ausbau der Schienenwege. Laut Grube stehen dafür jährlich 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung, die nicht ausreichen. Wenn wir aber mit dem Wachstum auf den Trassen fertig werden wollen, brauchen wir zwei Milliarden Euro, hieß es. In den kommenden fünf Jahren will die Bahn selbst 44 Milliarden Euro investieren. Das reicht nicht, nötig wären 50 Milliarden Euro, unterstrich Morlok. Nun wurde auch noch der Druck auf die Bahn durch die Länder erhöht, für die Bahn mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Auf einer Konferenz wurde entschieden, dass die zur Ausschüttung an den Bund vorgesehene Dividende der Bahn von 500 Millionen wieder in die Schieneninfrastruktur fließen soll.
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Berlin
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