Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch greifen - Anzahl der Taten geht in Berlin zurück
Meldung vom 24.10.2013
Die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist im laufenden Jahr deutlich zurückgegangen. Nach einer Zunahme der Taten in den letzten Jahren konnte eine Trendumkehr erreicht werden. Berlins Innensenator Henkel und Polizeipräsident Kandt kündigten an, an dem verbesserten Sicherheitskonzept festzuhalten.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche sank im Zeitraum von Januar bis Ende September im Vergleich zum Vorjahr um 717 Fälle auf 6.064 Taten, was einer Abnahme von 10,6% entspricht. Obwohl bei den Einbrüchen in Einfamilienhäusern noch eine leichte Zunahme von 43 auf 1.572 Taten (+2,8%) registriert werden musste, ergab sich insgesamt für den Wohnraumeinbruch ein Rückgang um 8,1%.
Die Polizei Berlin hat in diesem Jahr umfangreiche zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Deliktfeldes unternommen. So wurden unter anderem in den Fachkommissariaten spezielle Fahndungseinheiten geschaffen, um Täter auf frischer Tat zu stellen. Mit der Festnahme von 140 Tatverdächtigen in den ersten neun Monaten konnte die Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruch von 2,9 % auf aktuell 6,1% erhöht werden.
Berlins Innensenator Frank Henkel: Wir haben einen klaren Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Einbrüchen gelegt und den Fahndungsdruck deutlich erhöht. Das zahlt sich allmählich aus. Gerade nach Einbrüchen fühlen sich Menschen besonders schutzlos, weil ihr intimster Rückzugsraum verletzt wurde. Deshalb sind die gesunkene Fallzahl und die gestiegene Aufklärungsquote eine gute Nachricht. Die Polizei hat sehr viel Kraft investiert. Ich gehe davon aus, dass einige Maßnahmen, etwa die neuen Fahndungseinheiten, ihre volle Wirkung erst noch entfalten. Selbstverständlich sind auch die verbesserten Zahlen kein Grund zum Jubeln. Es zeigt sich aber, dass wir dort, wo wir Schwerpunkte setzen, auch erfolgreich sind. Ich hoffe, dass in Zukunft noch mehr Menschen die Einbruchsberatung der Polizei nutzen, die wir wieder kostenlos gemacht haben.
Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt: Die neuen Maßnahmen zum Schutz vor Einbruch greifen, wir werden das Sicherheitskonzept konsequent fortsetzen. Wohnungseinbrüche treffen die Berlinerinnen und Berliner besonders hart. Deswegen hat der Schutz vor Einbruch für mich hohe Priorität! Mich freut, dass viele Ermittlungserfolge durch aufmerksame Nachbarn möglich waren. Der Anteil der Festnahmen nach Bürgerhinweisen konnte in den letzten zwei Jahren erheblich gesteigert werden. Daher bitte ich die Bevölkerung: Rufen Sie den Notruf 110 wenn Sie etwas Verdächtiges beobachten!
Die Polizei hat die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs zum Schwerpunkt erklärt. Aber auch die Berlinerinnen und Berliner können entscheidend zum Schutz ihrer Häuser und Wohnungen beitragen. Um über die präventiven Sicherungsmöglichkeiten zu informieren, findet am Sonntag, den 27. Oktober 2013 von 11.00 bis 18.00 Uhr eine große, kostenfreie Sonderberatung im Polizeipräsidium in Berlin-Tempelhof, am Platz der Luftbrücke 6, statt. Neben Polizisten zeigen und erklären Mitarbeiter der Innung für Metall- und Kunststoffverarbeitung und mehrerer Fachbetriebe die Möglichkeiten der Sicherungstechnik. Nähere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie im Internet unter www.polizei.berlin.de
Eine weitere Präventionsveranstaltung findet am selben Tag im Gästehaus der Polizei Berlin in 13503 Berlin-Reinickendorf, Ruppiner Chaussee 268, in der Zeit von 15.30 bis 18.00 Uhr statt. Hier wird der Abschnitt 11 eine Präsentation zum Thema Einbruchsschutz vorstellen.
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