Steuerungskreis Industriepolitik tagt bei der OSRAM AG

Pressemitteilung vom 29.11.2017
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:
Heute hat der Steuerungskreis Industriepolitik zum 14. Mal
getagt. Schwerpunkte der Sitzung waren die gewerbliche
Flächenpolitik, der Wirtschaftsverkehr, die Industriekampagne
und die aktuelle Lage bei Siemens und Ledvance. Dazu Berlins
Regierender Bürgermeister Michael Müller: "Der
Steuerungskreis ist sich einig, dass Berlin eine Zukunft als
Industriestandort haben muss. Eine starke Industrie mit
hochqualifizierten und gut bezahlten Arbeitsplätzen ist für
die Wertschöpfung in Berlin unerlässlich. Daher haben die
Belange der Industrie für uns strategische Bedeutung."
Müller weiter zur Lage bei Siemens: "Berlin ist
Gründungsort, größter Produktionsstandort weltweit. Rund
11.500 Beschäftigte sind in den Berliner Siemens-Werken
beschäftigt. Wir werden uns mit den aktuellen Kürzungs- und
Schließungsplänen der Konzernspitze nicht abfinden. Wer
langfristig auf den Weltmärkten präsent und erfolgreich sein
will, muss investieren - in Entwicklung, Innovation und die
Qualifikation seiner Beschäftigten. Wir erwarten von der
Siemens AG, dass sie ihrer Verantwortung gegenüber ihren
Beschäftigten, ihrer Heimatstadt Berlin und Ostdeutschland
insgesamt gerecht wird. Das Land Berlin ist bereit, auf allen
Ebenen das Gespräch mit Siemens zu suchen und gemeinsam an
konstruktiven Lösungen zu arbeiten."
Tagungsort des Steuerungskreises war diesmal das Osram-Werk in
Berlin-Siemensstadt. Der Lichtkonzern hat in diesem Jahr ein
Zukunftskonzept für die Transformation seiner deutschen Werke
vorgestellt. Im Berliner Werk wurde jüngst die Entwicklung und
Produktion einer neuen Generation von Lichtmodulen für
Autoscheinwerfer angesiedelt. Dazu Dr. Stefan Kampmann,
CTO der OSRAM Licht AG: "Osram investiert im Berliner
Werk in die Zukunft. So ist hier unsere neue
Reinraum-Produktion von Laserlichtmodulen für
Frontscheinwerfer angelaufen. Damit lässt sich die Reichweite
des Fernlichts auf 600 Meter verdoppeln. Zudem leisten wir in
Berlin künftig wichtige Beiträge zum Thema Autonomes Fahren,
da wir hier unser Kompetenzzentrum dafür ansiedeln."
Die Mitglieder des Steuerungskreises haben sich bei einem an
die Sitzung anschließenden Unternehmensrundgang von der
Transformation der OSRAM AG
überzeugt.
Der Steuerungskreis Industriepolitik wurde im März 2010 vom
damaligen Regierenden Bürgermeister Wowereit als
"ressortübergreifender Knotenlöser" zu
industriepolitischen Themen ins Leben gerufen. Seither hat der
Kreis insgesamt 14 Mal getagt und eine Vielzahl von
industriepolitischen Anstößen etwa zu den Themen Ausbildung,
Energie, Elektromobilität, Masterplan TXL und vielen anderen gegeben. In ihm sind neben
Wirtschaft, Gewerkschaften, Wirtschaftsfördereinrichtungen und
Arbeitsagentur die Senatsverwaltungen für Wirtschaft,
Stadtentwicklung, Arbeit und Bildung vertreten.
Verantwortet wird der Steuerungskreis vom Regierenden
Bürgermeister.
Quelle: http://www.berlin.de/presse/pressemitteilungen/index/feed?institutions=lpd&since=gestern_14_00&prio=1&count=1000&orig=1
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