Müllers Neujahrsansprache: Berlins Zukunft digital und sozial gestalten 
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Müllers Neujahrsansprache: Berlins Zukunft digital und sozial gestalten


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Pressemitteilung vom 31.12.2018
Achtung, Sperrfristen:
Zeitungen, Hörfunk O-Ton und Zitate bis 1 Minute sowie online: frei ab 31. Dezember 2018
Ansprache in voller Länge für Hörfunk frei ab 1. Januar 2019, 12.00 Uhr
Ansprache in voller Länge für Fernsehen frei ab 1. Januar 2019, 19.55 Uhr
Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, hat in seiner Neujahrsansprache unterstrichen, dass die Stadt als Gründungsmetropole und Spitzenstandort in Wissenschaft und Forschung überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum und eine historisch niedrige Arbeitslosenquote verzeichne. Der Erfolg, so der Regierende Bürgermeister weiter, mache das Leben in Berlin zwar teurer, aber der Senat sehe weitere Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger vor. Müller benannte konkret das günstigere Jobticket, die Abschaffung der Elternbeiträge für das Grundschul-Essen sowie ab nächstem Schuljahr das kostenlose Schülerticket. Ferner solle der Landesmindestlohn schrittweise auf über zwölf Euro steigen.
Perspektivisch bekräftigte der Regierende, weiterhin die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Er betonte diesbezüglich jedoch das Gebot, diese Zukunft nicht nur digital, sondern auch sozial zu gestalten. Nur dann könnten alle zuversichtlich nach vorn blicken, auch damit die im Gefolge der Digitalisierung spürbare Verunsicherung nicht denen Zulauf bringe, die auf einfache Antworten setzen.
Im Folgenden dokumentiert das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin die Neujahrsansprache, die das Fernsehen des Rundfunks Berlin-Brandenburg am 1. Januar 2019 um 19.55 Uhr in voller Länge ausstrahlt, im gesamten Wortlaut:
"Liebe Berlinerinnen und Berliner, 2018 war mal wieder ein ereignisreiches Jahr für uns. Ja, wir leben gerne in Berlin. Millionen Menschen besuchen unsere Stadt. Weil Berlin anders ist. Aber Sie und ich wissen: Vieles muss noch besser werden. Daran arbeiten wir. Und auch ich hatte gehofft, dass vieles schneller geht.
Die neuen U-Bahnen sind bestellt, doch sie können nicht über Nacht auf der Schiene sein. Und auch die 7000 zusätzlichen Stellen für einen besseren Service für Sie sind leider nicht von heute auf morgen zu besetzen. Aber wer einen neuen Ausweis braucht oder sein Auto zulassen will, der merkt es: Vieles ist wie versprochen besser geworden. Die Richtung stimmt also!
Und ja, manchmal nervt es: Baustellen überall in der Stadt. Sei es zur Sanierung der Schulen, zum Bau neuer Wohnungen oder Straßen. Aber die Baustellen beweisen auch, dass nach Jahren des Sparens endlich wieder kräftig in die Stadt investiert wird. Dank unseres wirtschaftlichen Erfolges.
Berlin ist Gründungsmetropole, die Spitzenadresse für Wissenschaft und Forschung und erzielt seit Jahren ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum. Das schafft Arbeitsplätze! So viele Menschen wie nie haben endlich wieder gute und sozialversicherungspflichtige Arbeit. Berlin geht es gut. Doch noch profitieren leider nicht alle von diesem Aufschwung! Und ich weiß, der Erfolg macht Berlin auch teurer.
Deswegen werden wir Sie weiter entlasten: Mit dem günstigeren Jobticket, mit der Abschaffung der Elternbeiträge für das Grundschul-Essen, mit den kostenlosen Schülertickets. Und wir wollen den Landesmindestlohn schrittweise auf über 12 Euro anheben. Denn, wer voll arbeitet, soll weder jetzt noch im Alter aufstocken müssen.
Doch lassen Sie uns auch weiter denken: Natürlich wollen wir die Chancen der Digitalisierung nutzen. Aber wir müssen die Zukunft nicht nur digital, sondern auch sozial gestalten, damit alle zuversichtlich nach vorne blicken können. Das ist wichtig, denn wir spüren die Verunsicherung, die auch der digitale Wandel verursacht und denjenigen Zulauf gibt, die einfache Antworten versprechen, Hass und Vorurteile schüren.
Wir dagegen setzen auf Zusammenhalt. Bei der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit hier in Berlin haben wir gezeigt, was wir gemeinsam seit 1990 erreicht haben. Und darauf dürfen wir stolz sein. Das Motto des 3. Oktobers ‚Nur mit Euch´ bleibt lebendig. Wir sind ein Berlin - mit all unseren Biografien, Erfahrungen und Lebensweisen. Für Rassismus, Ausgrenzung und Antisemitismus ist bei uns kein Platz. Berlin bleibt die Stadt der Freiheit und Vielfalt.
Denn nur dort, wo Menschen ihre Fähigkeiten und Ideen frei entfalten können, kann Erfolg entstehen. Das zeigt uns auch die jüngste Entscheidung von Siemens, 600 Millionen Euro in unsere Stadt zu investieren. Ein neues Stadtquartier mit Arbeitsplätzen und bezahlbaren Wohnungen ist damit verbunden.
Wir werden unsere Stärken weiter ausbauen und dafür stehen gut 3,7 Millionen Menschen. Denn Sie alle sind Berlin und geben unserer Stadt eine Perspektive. Lassen Sie uns gemeinsam auf unsere Stadt und unsere Nachbarn achten. Ja, lassen Sie uns Berlin als unser Zuhause erhalten. Als ein Berlin, in dem wir gemeinsam gut und sicher leben können. Jeder kann etwas dazu beitragen.
Liebe Berlinerinnen und Berliner, viele von Ihnen haben an den Feiertagen gearbeitet, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, bei Feuerwehr und Polizei, bei der Betreuung von Angehörigen oder bei der ehrenamtlichen Arbeit - Ihnen allen danke ich hier ganz ausdrücklich. Sie sorgen dafür, dass Berlin ein Ort der Mitmenschlichkeit bleibt.
Ich wünsche Ihnen allen von Herzen ein gutes und friedliches Jahr 2019 mit Erfolg, privatem Glück und Gesundheit."
Folgen Sie den Social-Media-Kanälen des Regierenden Bürgermeisters auf Twitter, Facebook, Instagram und Youtube!
Quelle: http://www.berlin.de/presse/pressemitteilungen/index/feed?institutions=lpd&since=gestern_14_00&prio=1&count=1000&orig=1

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