Sehenswürdigkeiten in Berlin 
Sehenswürdigkeiten in Berlin

Sehenswürdigkeiten in Berlin


Zoologischer Garten Berlin

Gegründet wurde der Zoo in Berlin im Jahre 1844. Er ist der erste Zoo von Deutschland. Er gehört zu den größten und schönsten Zoos überhaupt. Ebenfalls ist er sehr artenreich. Mitten im Zentrum von Berlin liegt der Zoologische Garten. Er besteht aus Erlebnishäusern und vielen grünen Parkanlagen. Hier leben über 15.000 Tiere. Wohl der bekannteste Bewohner des Zoos ist der Eisbär Knut. Der Zoo ist bei den Besuchern sehr beliebt. Er ist gerade am Wochenende ein attraktives Ausflugsziel für viele Familien. Geöffnet hat er jeden Tag. Hier können viele Tiere auf einmal bewundert werden. Das ist in keinem anderen Zoo gegeben. Das Aquarium besteht aus 3 Etagen und hier befinden sich 72 Aquarien. Es liegt in dem Altbau. Im Neubau wurden 7 Großbecken und 5 Landschaftsbecken eingerichtet. Hier befinden sich das Haibecken und die Krokodilhalle. Ins Aquarium kann der Besucher auch hinein, ohne den Zoo zu besuchen. Es ist nur schwer möglich, den gesamten Zoo in einem Tag zu besichtigen. Der große Panda heißt Bao Bao und ist ebenfalls zum Liebling der Besucher gemacht worden. Hunde dürfen nicht in den Zoo mitgenommen werden. Jeden Tag finden zu bestimmten Uhrzeiten die Fütterungen der Tiere statt. Die Besucher haben die Möglichkeit, die Fütterungen zu beobachten. Außerdem organisiert der Zoo Führungen. Hier stehen die unterschiedlichsten Themen zur Verfügung. Die Führung „Architektur im Zoo“ zeigt die unterschiedlichen Epochen der Zooarchitektur. Hier sind die Anfänge der Tierhaltung bis hin zu den modernen Tierhäusern zu sehen. Bei den Führungen besteht die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen eines Zoos zu blicken. Auf der 2. Tour erfährt der Besucher viel Interessantes über Pandas und Gorillas. Die moderne Tiergartenbiologie steht im Vordergrund. Durch die Fernsehsendung „Panda, Gorilla und Co.“ haben viele Besucher schon viel über die Tiere erfahren. Bei der Führung können sie nun alles hautnah erleben. Die „Artenschutztour“ beschäftigt sich mit den Leistungen des Zoos in Sachen „Artenschutz“. Viele Besucher kommen in den Zoo um sich zu erholen und die Tiere anzuschauen. Auf dieser Führung will der Zoo auf die Ausrottung vieler Tierarten hinweisen und darüber informieren, welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden können. Die 4. Tour heißt „Knut und der Klimawandel“. Bei dieser Führung werden auch die frei lebenden Artgenossen und andere Bewohner der Arktis erläutert. Es wird auch die Bedrohung durch den Klimawandel angesprochen. Die 5. Tour führt nach Asien. Hier bewundern die Besucher Elefanten, Tiger und viele weitere Tierarten dieser Region. Dasselbe ist bei der „Afrikatour“. Hier ist das Schwerpunktthema die Serengeti und die anderen großen Nationalparks. Die 7. Tour führt nach Südamerika und informiert über die dort lebenden Tiere. In der letzten Tour lernen die Besucher die “Tiere der Bibel“ kennen und werden über Bibelzitate durch den Zoo geführt.


Hackesche Höfe

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Berlin gehören die Hackeschen Höfe. Ein geschichtsträchtiger Ort, der über einen eigenen S-Bahnhof verfügt. Es handelt sich um ein Gebäudekomplex mit acht miteinander verbunden Innenhöfen, der zwischen Rosenthaler Straße und Sophienstraße liegt. Hier sind Wohnungen, kleine Geschäfte und einige Kultureinrichtungen und Cafés zu finden. Im 17. Jahrhundert lag dieser Bereich der Berliner Innenstadt noch außerhalb der Stadtmauern. Der Name Scheunenviertel stammt aus dieser Zeit, da damals Heu und Stroh aus Sicherheitsgründen nur außerhalb der Stadtmauern gelagert werden durften. Mit der Zeit entwickelte sich hier ein neues Stadtviertel und König Friedrich Wilhelm I. ließ die Stadtmauern erweitern. Der Stadtkommandant Hans Graf von Hacke wurde mit der Bebauung beauftragt, sodass die Hackeschen Höfe bzw. der Hackesche Markt entstanden. 1858 kaufte ein Glasfabrikant das Grundstück, seine Nachkommen erweiterten das Grundstück noch. Jüdische und Französische Einwanderer brachten Vielfältigkeit und Weltoffenheit in die Gegend, unter anderem wurde hier die erste Synagoge erbaut und der erste Jüdische Friedhof angelegt. Um 1906 begannen die Architekten Kurt Berndt und August Endell mit der Planung und Realisierung der Hackeschen Höfe im heutigen Gewand. Im 20. Jahrhundert begannen hier die ersten Geschäfte aus den verschiedensten Bereichen ihre Arbeit aufzunehmen. In den 1990er Jahren schließlich wurden die Innenhöfe, die inzwischen unter Denkmalschutz gestellt wurden, umfangreichen Sanierungsarbeiten unterzogen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: heute pulsiert hier das Leben, Boutiquen, Galerien und Läden laden zum Staunen und Kaufen ein. Besucher aus aller Welt wollen die aufwendig gestalteten und liebevoll restaurierten Innenhöfe sehen und in einem der Cafés oder Restaurants verweilen.


Neue Wache

Neue Wache

Die Neue Wache ist ein Zeugnis der ereignisreichen Geschichte Berlins. Sie befindet sich gegenüber dem Bebelplatz in der Nähe der Humbold Universität. 1816 bis 1818 wurde die Neue Wache erbaut und wurde als Unterkunft der Wachen des Prinzessinenpalais genutzt. Die Wache hatte im Laufe der Jahre die verschiedensten Namen. So hiess sie „Mahnmal für die Gefallenen des Krieges“ oder „Reichsehrendenkmal“ zu Zeiten Hitlers oder aber auch „Ehrendenkmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus“. So ist jede Zeit eigenständig mit dem Gebäude umgegangen. Zunächst war die Neue Wache als Denkmal der Opfer des ersten Weltkrieges gedacht und in der Zeit des NS Regimes bekam sie eine heroische Bedeutung. Das genaue Gegenteil sollte die Funktion während der DDR Zeiten sein. Von Soldaten der nationalen Volksarmee wurde die Gedenkstätte bewacht. Täglich wurde hier eine Wachablösung vollzogen, die der englischen Wachablösung in London im Groben ähnelte. Am 14.11.1993 wurde die Neue Wache feierlich eingeweiht. Das ist der Volkstrauertag in Deutschland. Im Inneren wurde das Feuer durch die Statue „Trauernde Mutter mit totem Sohn“ von Käthe Kollwitz ersetzt. Im Hintergrund der Neuen Wache befindet sich das Palais am Festungsgraben. 1804 bis 1807 lebte hier der bekannte Staatsmann Freiherr von Stein. Später diente es als Finanzministerium und war dann das Haus der deutsch-sowjetischen Freundschaft. Heute behinhaltet es ein Theater und mehrere Galerien. Neben dem Palais befindet sich die Singakademie. 1827 wurde sie errichtet und soll der Pflege geistlicher Musik dienen. Wenn man sich näher mit der Neuen Wache beschäftigt, so erlebt man doch einen Streifzug durch die Geschichte. Der ursprüngliche Gedanke war, dass die Neue Wache eine Unterkunft für Wachen sein sollte und durch die Geschichte ist sie heute ein historisches Gebäude.


Schloss Charlottenburg

Das zur Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg gehörende Schloss Charlottenburg befindet sich im gleichnamigen Berliner Bezirk Charlottenburg. Sophie Charlotte gab ihrem Gemahl Kurfürst Friedrich III. ihren Landsitz bei Berlin zurück. Im Gegenzug erhielt sie das Dorf Lützow und ein Grundstück auf dem 1696 von ihr der Bau einer Sommerresidenz angeordnet wurde. Der erste Bau bestand am Anfang aus dem mittleren Teil mit zwei Risaliten. Aufgrund der Vorliebe der Königin für Opern wurde ein kleines Opernhaus errichtet. 1699 wurde das kleine Schloss eingeweiht und seitdem als Residenz genutzt. Es kamen für das Gesinde im weiteren Verlauf Betriebsräume in zwei südlich errichteten Gebäuden hinzu. Außerdem wurde das Schlossgebäude zusätzlich ausgebaut, sodass eine Dreiflügelanlage entstand. Zu Ehren der verstorbenen Sophie Charlotte, am 01. Februar 1705, nannte Friedrich I. in Preußen das Schloss und die angrenzende Siedlung „Charlottenburg“ und ein weiterer Ausbau wurde vorgenommen. So wurde es um das zurückspringende Mittelstück und der Schlosskuppel ergänzt. Auf der Westseite kamen eine Orangerie und eine Kapelle hinzu. Unter dem Nachfolger Friedrich I., Friedrich Wilhelm I, führte das Schloss ein Schattendasein. Sein ökonomischer Sinn verhinderte jedoch die Verwahrlosung des Areals. Zum Bau einer Schule übergab er das Opernhaus den Bürgern zum Abriss. Das Material wurde zum Bau genutzt. Friedrich Wilhelm I. verstand es allerdings das Schloss für offizielle und repräsentative Zwecke zu nutzen. Friedrich II., auch alter Fritz genannt, fühlte sich zum Sitz seiner Großmutter hingezogen und ließ sich die Räumlichkeiten im Obergeschoss herrichten. Auch weitere Umbauten kamen im Laufe der Zeit hinzu. Von 2001 bis 2005 nutzte der Bundespräsident das Schloss, während das Schloss Bellevue renoviert wurde. Heute befindet sich ein Museum in den historischen Gemäuern. Zu sehen ist unter anderem die Wohnung Friedrichs des Großen und vieles mehr.


Zitadelle Spandau

Die Zitadelle Spandau gehört zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen Festungsanlagen in ganz Europa. Westlich von Berlin und nördlich von Potsdam liegt die ehemalige Festung von Wasser umgeben. Weil neue Waffentechnik die alten Burgen unbrauchbar gemacht hatten, ließ der Kurfürst Joachim II. im 16. Jahrhundert die Zitadelle erbauen. Die vier Bastionen boten ausreichend Schutz. Das Torhaus mit einer Zugbrücke befindet sich in der Südkurtine. Die Fassade stammt aus dem Jahr 1839, nachdem die ursprüngliche Renaissancefassade beschädigt und nicht mehr rekonstruiert wurde. Geht man über die Brücke durch das Torhaus, gelangt man links zum Palas, dem gotischen Saalbau. Auch dieser Bau wurde teilweise zerstört und 1977 im neugotischen Stil rekonstruiert. In der Bastion Königin sind zahlreiche jüdische Grabsteine ausgestellt, die aus dem 13. Jahrhundert stammen. Aufgrund der Vertreibung der Juden aus Berlin und Brandenburg im 16. Jahrhundert liefern diese geretteten Grabsteine wertvolle Informationen über Kultur und Leben der jüdischen Gemeinde in dieser Zeit. Als Wahrzeichen Spandaus gilt nicht zuletzt auch der 30 Meter hohe Juliusturm. Hat man die zahlreichen Stufen der Wendeltreppe geschafft, bietet sich einem ein schöner Blick über die Stadt und die nähere Umgebung. Der Zinnenkranz stammt von Karl Friedrich Schinkel. Die Herkunft des Namens ist nicht klar geklärt, vermutlich stammt er vom jüdischen Knecht des Markgrafen Ludwig des Römers aus dem 14. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit diente die Zitadelle immer wieder als Gefängnis für bekannte Namen, etwa für Friedrich Ludwig Jahn, dem Turnvater Jahn, im Jahre 1821. Im 20. Jahrhundert diente die Zitadelle zum Beispiel einer Berufsschule als Unterkunft. Im Zeughaus befindet sich das Stadtgeschichtliche Museum Spandaus. Heute dienen der Innenhof und eine Freilichtbühne als Kulisse für Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen.


Olympiastadion

Das Olympiastadion befindet sich im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Auch Parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Zum Olympiagelände gehören das Sportforum, das Hockey-, Reit- und Schwimmstadion, die Waldbühne, auf der zahlreiche Events statt finden, dem Glockenturm und der Langemarckhalle. Das imposante Bauwerk beheimatet den Bundesligisten Hertha BSC Berlin, welcher Hauptnutzer der Sportstätte ist. Es wurde anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 gebaut und hat ein Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern. Adolf Hitler ordnete damals den Bau aus Gründen propagandistischer Effekte an. Es sollte monumental nach dem Vorbild antiker Sportstätten erbaut werden. Die volle Wirkung der Arena wird nur im Inneren sichtbar, da nur die Oberränge über dem Erdniveau herausragen. Diese Bauweise verkürzte im Wesentlichen die Bauzeit. Ursprünglich plante der Architekt Werner March einen dritten Oberring, da er sich von der waren Größe getäuscht fühlte. Dies wurde jedoch aus terminlichen Gründen nie realisiert. Im westlichen Ring wird das Oval durch das Marathontor unterbrochen, welches den Blick auf den Glockenturm freigibt. In der Nordtribüne befinden sich die Ehrenhalle und die Ehrentribüne, die von den Briten nach dem zweiten Weltkrieg verkürzt wurde um den Bereich, in dem sich Adolf Hitler während der Spiele aufgehalten hat zu entfernen. Sie wollten somit einer neonazistischen Kultstätte vorbeugen. Im Zweiten Weltkrieg nutze die Firma Blaupunkt die Katakomben des Olympia Stadions zum Bau von Zündern. Auch für den Zivilschutz wurden sie als Luftschutz genutzt. Wegen der Fußballweltmeisterschaft 1974 hat man das Stadion teilüberdacht. In den Jahren 2000 – 2004 wurde das Stadion unter Beibehalt des Spielbetriebes saniert und umgebaut. 70 Prozent der Bausubstanz konnte in Folge des Denkmalschutzes erhalten werden. Im Zuge dessen überdachte man alle Ränge. Auf Wunsch von Hertha BSC wurde eine blaue Tartanbahn eingebaut. Nach Abschluss der Umbauten fässt das Stadion mittlerweile 74.400 Sitzplätze.


Technikmuseum

Das Deutsche Technikmuseum wurde 1983 in Berlin unter dem Namen Museum für Verkehr und Technik eröffnet. Auf einer Ausstellungsfläche von über 25.000 qm finden sich jährlich rund 600.000 Besucher ein. Die Ausstellung hat sich in den vergangenen Jahren stetig erweitert. Im Hauptgebäude findet man Ausstellungen über die unterschiedlichsten Fortbewegungsmittel und deren Historie. So wird in der Abteilung Luft- und Raumfahrt der Fortschritt von der Idee des Fliegens bis hin zu den neuesten Raketen dargestellt. Ebenso beschäftigen sich die Bereiche Schienenverkehr, Schifffahrt und Straßenverkehr mit deren Geschichte und der Gegenward. Aber auch die verschiedensten Produktionstechniken werden hier vorgestellt. So kann man hier zum Bespiel hautnah erfahren, wie Papier hergestellt wird und wie ein Foto entsteht. Auch die verschiedenen Evolutionsschritte der Medien werden ausführlich dargestellt. Wer das Museum besuchen möchte, bekommt ein extra Highlight dazu. Den Zutritt in das dazugehörige Science Center Spektrum, welches nicht weit entfernt ist, ist im Eintrittspreis inbegriffen. Im Science Center heißt es sehen, hören, fühlen. Hier kann man Experimente in den verschiedensten Bereichen machen. Wie entstehen Klänge, was sind Geräusche? Wo liegt der Unterschied zwischen Mikro- und Makrokosmos? Wie warm bin ich? Wie funktionieren Magneten? All diese Fragen und noch einige mehr kann man sich hier selbst beantworten. Neben der ständigen Ausstellung, finden auch immer wieder faszinierende Veranstaltungen statt. Zu erreichen ist das Technikmuseum sowohl mit dem Auto, als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut. Für Schulgruppen werden spezielle Führungen angeboten.


Alexanderplatz

Der Platz war im 17. Jahrhundert zunächst ein Marktplatz. Später war er ein Exerzierplatz. Er erhielt seinen Namen nach dem Besuch des russischen Zaren Alexander I im Jahr 1805. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Platz zu einem wichtigen Knotenpunkt. Der Bau der S-Bahn geschah im Jahr 1882. Im Jahr 1886 wurde der Alexanderplatz durch den Bau der Zentralen Markthallen und des Kaufhauses Tietz zu einem beliebten Einkaufziel. Die Umgestaltung des Alexanderplatzes wurde notwendig durch den Ausbau des U-Bahn-Netzes. Inzwischen fahren U-Bahnen, S-Bahnen und Busse in alle Richtungen. Der Alexanderplatz ist umgeben von Büro- und Geschäftshäusern. Hier pulsiert mittlerweile das Leben. Seit einigen Jahren wird der Alexanderplatz neu gestaltet. Seit 1990 fährt hier wieder eine Strassenbahn. Verschiedene Geschäfte haben sich hier angesiedelt. Das Angebot ist sehr vielfältig. Cafes und Resaurants sind hier vorhanden. Eine Touristenattraktion sind die Männer und Frauen mit ihrem Bauchladengrill, worauf Grillwürste zubereitet werden. Direkt am Alexanderplatz, der auch im Volksmund kurz Alex genannte wird, steht der Fernsehturm. Von hier aus hat man eine herrliche Sicht nicht nur auf den Alexanderplatz, sondern auch über ganz Berlin. Während der Zeit der bürgerlichen Revolution und zu Beginn der Weimarer Republik war er auch häufig ein Ort von politischen Auseinandersetzungen. Durch Luftangriffe im April 1945 wurden die Gebäude, die historischen Hintergrund haben, stark zerstört. In den 60er Jahren ist eine grundlegende Umgestaltung des Platzes vorgenommen worden. Es wurden viele Hochhäuser gebaut., die dem Platz ein neues Image verleihen sollten. Darunter sind „Das Haus des Lehrers“, „Das Haus des Reisens“ und „Das Haus der Elektroindustrie“.


Kreuzberg

Kreuzberg

Kreuzberg ist ein Ortsteil im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin. Eigenständig war Kreuzberg bis zur Fusion mit Friedrichshain im Jahre 2001. Kreuzberg gehört zu den Szenevierteln von Berlin. Apropos Bezirke: Berlin steht noch unter dem Viermächte-Status. So gehören heute von den 22 Verwaltungsbezirken 10 den Sowjets (Wodka Sektor), 4 den Brieten (Whisky Sektor), 2 große nördliche den Franzosen (Champagner Sektor) und die 6 südlichen den Amerikanern (Coca-Cola Sektor). der amerikanische Bezirk Kreuzberg ist der flächenmäßig kleinste West-Berliner Bezirk und gleichzeitig das heimliche Künstlerviertel der Stadt. Hier findet man noch die berühmten Zille-Kneipen mit den urtümlichsten Berliner Typen. Der Name stammt von dem riesigen „Gebierge“, dem 6600 cm hohen Kreuzberg. Jedoch ist die Hälfte der Höhe dazugeschummelt, da Berlin 34 m über dem Meeresspiegel liegt. Auf dem Berg steht ein Nationaldenkmal. Es wurde zur Erinnerung an die Freiheitskriege gegen Napoleon errichtet. Gebaut wurde es nach den Plänen von Schinkel. An der Spitze des Denkmals befindet sich ein eiseneres Kreuz. Daher stammt der Kreuzberg. Erst wurde der Berg so genannt und später auch der Stadtteil. Wenn man Glück hat, sieht man auch einen Wasserfall. Er wurde dem Zackelfall aus dem Riesengebierge nachgebildet. Auf dem Berg wird der berühmte Kreuz Neroberger Wein angebaut. In der Methfesselstrasse ist ein weiteres Nationaldenkmal, die Schultheiss-Brauerei. Schultheiss ist die älteste der 4 Berliner Brauereien. Sie wurde im Jahre 1842 gegründet. 1891 wurde die Brauerei mit der Kreuzberger Tivoli Brauerei zusammengeschlossen. Der Name Schultheiss Brauerei wurde beibehalten. Seit 2004 gehört die Brauerei zum Oetker Konzern.


Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche

Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche

Die Kaiser-Wilhem-Gedächtniskirche befindet sich am Kurfürstendamm und ist wohl dort das bekannteste Wahrzeichen. Nach 4 jährigem Bau wurde sie 1895 zu Ehren Kaiser Wilhelms I errichet. Hier war der Architekt der Kölner Franz Schwechten. Der Turm erhielt eine stattliche Höhe von 113 Meter. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche von Bomen zerstört. Der Kirchturm brannte aus. Er wurde zum Wahrzeichen der zerstörten Stadt, da der zerstörte Kirchturm drohend in den Himmel ragt. Im Jahre 1954 wurde völlig überraschend der Architekt Werner March mit dem Bau der neuen Kirche beauftragt. Der Entwurf March fand nicht überall Zustimmung und so waren einige Leute dafür, dass die Kirche an einer anderen Stelle neu errichtet werden sollte. Es wurde eine neue Ausschreibung ausgerufen. 1961 schuf der Architekt Egon Eiermann aus Karlsruhe eine interessante neue Kirche. Er hat sie aus rund 20 000 Glasfenstern zusammengefügt. Die Fenster wurden in Chatres hergestellt. Abens leuchten sie bläulich. Dadurch wird eine besondere feierliche Atmosphäre hergestellt. Es entstand ein harter Kampf um den alten Turm. Einige wollten ihn abreissen und die anderen wollten ihn behalten. Selbst der Architekt bezeichnet ihn als „faulen Zahn, der abgerissen werden müsse. Selbst bei der Einweihung hatte der Architekt Eiermann noch keinen Frieden mit dem alten Turm geschlossen. Die Berliner nennen den alten Turm den „Hohlen Zahn“. Der neue Hauptbau hat den Spitznamen „Seelengasometer“ erhalten. Der neue Turm hat mehrere Namen bekommen. So nennen ihn einige Lippenstift, andere Puderdose und wieder andere Gebetabschussrampe. Das berühmte Europa-Center, ein Einkaufcenter, befindet sich an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.


U-bahn

Die U-Bahn

Der erste U-Bahnhof Berlins befindet sich in der Mitte des Wittenbergplatzes. Seit 1902 gibt es bereits eine U-Bahn in Berlin. Damals war das Netz der U-Bahn. bzw. Hochbahn 11 km lang. Die Strecke führte von der Warschauer Brücke zum Knie. Heute gibt es über 130 km U-Bahn-Schienen. Es ist das längste U-Bahn-Netz Deutschlands. Mehr als 100 km führen durch den Westen der Stadt. Es soll aber immer weiter ausgebaut werden. Die U-Bahn ist das meist benutzte Verkehrsmittel in Berlin. Schnell kommt man hier von einem Ort an den anderen. Es fahren regelmäßig Bahnen in jede beliebige Richtung. Gerade in einer so grossen Stadt wie Berlin ist es unerlässlich, auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen zu können. Egal zu welcher Tageszeit oder welches Ziel erreicht werden will. Gross-Berlin ist in 20 Bezirke aufgeteilt. 1920 verschmolz der Stadtkern mit 8 bisher selbstständig umliegenden Städten, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken zu einer einheitlichen Stadtgemeinde. Berlin hat eine 884 qkm grosse Fläche. Von dieser Fläche gehören ca. 55 % zu Westberlin und rund 45 % zu Ostberlin. Insgesamt leben dort ca. 3,2 Millionen Menschen. Die Angebote der BVG erstreckt sich über Einzelkarten bis hin zu Kombiticket und Firmenticket. Der Tarif richtet sich an Einzelfahrer, genauso wie an Gruppen oder Personen, die Fahrräder, Kinderwagen etc. mitnehmen wollen. Das dichte Netz der U-Bahn und Busse bringt jeden an jede Sehenswürdigkeit Berlins. Ausflüge planen ist hier kein Problem. Um auch das Nachtleben Berlins erleben zu können, fahren die Bahnen und Busse rund um die Uhr. Ebenfalls können für eigene Feierlichkeiten Bahnen gemietet werden oder ein gebrauchtes Fahrzeug kann gekauft werden und nach eigenen Wünschen umgebaut werden.


KaDeWe - Kaufhaus des Westens

1907 wurde das Kaufhaus nach den Entwürfen des Architekten Emil Schaudt erbaut. Es befindet sich in der Tauentzienstrasse in dem Stadtteil Schöneberg. Es liegt direkt am Wittenbergplatz. Das prächtige Gebäude sollte einen weiteren Höhepunkt am Kurfürstendamm darstellen, der als vornehme Gegend gilt. Es war geplant, dass hier wohlhabende Bürger einkaufen sollten und das Kaufhaus sollte ein galantes Image erhalten. Im Jahre 1927 wurde es durch den Hertie-Besitzer Herman Tietz übernommen und damit begann die Blütezeit des Kaufhauses. Die Palette der Waren wurde erweitert und immer mehr Berliner befürworteten das Kaufhaus und gingen dort einkaufen. Verschiedene Umbauten und Modernisierungsmaßnahmen ermöglichten dem KaDeWe die heutige Größe. Nicht nur vom Bekanntheitsgrad her, sondern auch flächenmäßig , ist das Kaufhaus mittlerweile das Grösste. Heute hat es 60.000 qm Verkaufsfläche. Aber der absolute Höhepunkt im KaDeWe ist die Lebensmittelabteilung. Das ist die 6. Etage. Hier ist die sogenannte Feinschmeckeretage. Über 1000 verschiedene Käsesorten, über 1000 Wurstsorten und über 800 Brotsorten sind hier im Angebot. Aber nicht nur einheimische Lebensmittel gibt es hier. Man kann auch die unterschiedlichsten Spezialitäten, wie zum Beispiel Kängerufleisch oder ähnliches kaufen. Das Kaufhaus hat auch ein eigenes Restaurant. Es befindet sich in der 7. Etage. Die Aussicht über ganz Berlin lässt jeden hier vorzüglich speisen. Im Untergeschoss können nicht nur Autos geparkt werden, sondern auch Hunde können dort während des Einkaufes untergebracht werden. Das Erdgeschoss ist der Eingansbereich. Hier sind aufwendig gestaltete Produktpräsentationen zu sehen. Die Luxusartikel reichen hier von Mode bis hin zu Elektroartikel. Das Personal ist besonders ausgebildet worden, um wohlhabende Kunden zu betreuen.


Theater des Westens

Unter Leitung von Bernhard Sehring wurde das Theater des Westens von 1895 bis 1897 erbaut. Eingeweiht wurde das Haus mit dem Stück „Tausend und eine Nacht“. Verschiedene Stilrichtungen wurden hier gemischt. Betrachter erkennen hier Teile des Jugendstiles, des Palladianismus und der Renaissance. Umsäumt wird das Haus von unterschiedlichen Skulpturen und einer Inschrift im oberen Teil. Dort steht: Dieses Gebäude wurde errichtet zur Pflege der Künste. Die Umbrüche des 20. Jahrhunderts wirkten sich auf das Theater aus. Das wird besonders deutlich durch die verschiedenen Namen, die das Haus trug. So hieß es Goethe Theater und Grosse Volksoper. In den Jahren 1945 bis 1961 war in dem Gebäude die Deutsche Oper. Danach fungierte es als Musical- und Operettenhaus. Stücke wie „Ein Preußisches Märchen“ von Boris Blacher und „Der rote Mantel“ von Luigi Nono wurden in der Nachkriegszeit aufgeführt. Das erste Musical war „My Fair Lady“. Es wurde ein überraschend großer Publikumserfolg. In den Jahren 1984 bis 1999 war Helmut Baumann künstlerischer Direktor und später Indendant des Theaters. Er war sehr erfolgreich. Sein Debütstück „Ein Käfig voller Narren“ brachte soviel Gewinn ein, dass es in den nächsten 10 Jahren immer wieder in den Spielplan aufgenommen wurde. Mit erfolgreichen Musicalinszenierungen betreibt seit 1999 der Stage Holding das Theater. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Kino Delphi. Das Kino war nach dem zweiten Weltkrieg das größte Filmtheater Berlins. Zahlreiche Uraufführungen haben hier stattgefunden. Leider ist dieser Ruhm längst verblasst. Andere Kinos haben das Delphi von seiner Position verdrängt. Es soll nun nach langem Leerstand zu einer Partylocation umgebaut werden. Das Gebäude ist denkmalgeschützt.


Museumsinsel

Die Museumsinsel

Die Schaffung der Museumsinsel begann mit dem Bau des Alten Museums. Mittlerweile befinden sich dort neben dem Alten Museum auch das Pergamonmuseum, das Bode Museum, das Neue Museum und die Alte Nationalgalerie. 1999 wurde die Museumsinsel zum Weltkulturerbe von der UNESCO erklärt. Das Alte Museum wurde von dem Architekten Karl Friedrich Schinkel entworfen und von 1825 bis 1830 gebaut. Es ist im Stil eines griechischen Tempels gebaut. Im 19. Jahrhundert erfolgt dann der Bau des Neuen Museums. Es wird auch das Ägyptische Museum genannt, da hier eine Sammlung ägyptischer Exponate und Ausstellungsstücke untergebracht sind. 1912 begann man dann mit dem Bau des Pergamonmuseums. Es konnte aber erst im Jahre 1930 fertiggestellt werden. Jeder Besucher kann hier den überwältigenden Anblick des Pergamonaltars geniessen. Das Bode Museum hiess damals zunächst Kaiser Wilhelm Museum. Erst im Jahre 1956 wurde es nach dem langjährigen Museumsleiter Wilhelm von Bode benannt. Während des 2. Weltkrieges konnten viele Kunstgegenstände in Sicherheit gebracht werden, jedoch wurde die Museumsinsel grösstenteils zerstört. Nach der Wiedervereinigung wurde mit der Restaurierung und dem Wiederaufbau begonnen. Die Arbeiten dauern noch an. 1993 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, dessen vorraniges Ziel es war, die alten Gebäude zu erhalten und mit Technik und Architektur an die modernen Museen anzupassen. Die Museen sollten nach dem Vorbild des bekannten Museums Louvre in Paris zu einem Komplex zusammengefasst werden. Doch die angespannte Haushaltslage der Stadt Berlin und dem Bund dazu beitragen, dass es noch einige Zeit dauern wird, ehe die Museumsinsel fertig ist. Bereits im Jahre 2001 wurde die Alte Nationalgalerie und im Jahre 2006 das Bode Museum feierlich eröffnet.


Staatsoper

Die Staatsoper

Die Staatsoper befindet sich direkt gegenüber der Alten Bibliothek an der Strasse „Unter den Linden“. Sie ist heute eine der bekanntestens Opern. Sie wird auch als Lindenoper bezeichnet. Sie war zur DDR Zeiten, aber auch nach der Wiedervereinigung eine Stätte von Uraufführungen und wirklich grossen Inszenierungen. Heute werden hier vorwiegen Stücke von Mozart, Verdi, Tschaikowski und Wagner aufgeführt. Das Gebäude ist das älteste Theatergebäude Berlins. Es hat imposante Säulen und ist im klassizisten Stil erbaut worden. Friedrich der Grosse plante eine Kulturstätte und nach Abriss der alten Stadtmauer, war hier ausreichend Platz vorhanden. Die Staatsoper war das erste Gebäude von den geplanten Bauensembeln Friedrich des Grossens. Von 1741 bis 1743 wurde die Staatsoper erbaut von dem Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Zur Eröffnung wurde das Stück „Cleoprata e Cesare“ von Carl Heinrich Grauns aufgeführt. Die ersten Umbaumaßnahmen wurden im Jahre 1788 durchgeführt und nun war das Theater auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Eines der markanten Inszenierungen war die Uraufführung des Stückes „Freischütz“ von Carl Maria von Weber. 1843 brannte die Oper bis auf die Grundmauern nieder. Wiederaufgebaut wurde sie von dem Architekten Carl Ferdinand Langhans. Ende des 19. Jahrhunderts erlangte die Oper sogar weltweite Bekanntheit. 1925 erlebte die Oper einen weiteren Höhepunkt mit der Uraufführung des Stückes „Woyzeck“ von Alban Berg. Zu Beginn der Weimarer Republik bekam die Oper den Namen „Staatsoper“. 1928 wurde die Oper mit einer Drehbühne umgebaut. Die Wiedereröffnung wurde mit dem Stück „Die Zauberflöte“ von Johann Amadeus Mozart gefeiert. Zu Hitlers Zeiten fand auf dem Bebelplatz vor der Oper die Bücherverbrennung statt.


Berliner Dom

Berliner Dom

Der Berlin Dom ist eins der beeindruckensten Gebäude Berlins. Von 1974 bis zum Jahre 2002 wurde der Dom restauriert und erscheint nun wieder in der prunkvollen Pracht. Er ist dem Petersdom in Rom nachempfunden. Mit seinen reichen Verzierungen gilt er als typisches Bauwerk der Regierungszeit Wilhelm II. Im Jahre 1894 bis 1905 war der Bauleiter des Doms Julius Raschdorff. Wenn man den Dom betritt, wird man von dessen Grösse überrascht. Der kunstvoll ornamentierte Altar fällt sofort ins Auge. Der Stadtplaner Schinkel gab die Anregung für die Altarwand im Hintergrund. Die prachtvolle Kuppel des Domes mit seinen Gemälden und die Kaiserloge sieht man, wenn man den Blick nach oben richtet. Wer zur Kaiserloge möchte, gelangt dorthin über die Kaisertreppe, die mit wunderschönen Landschaftsbilder geschmückt ist. An den Seiten befinden sich die Sarkophage der hier beigesetzten Hohenzollern. Verschiedene Führungen werden hier in den unterschiedlichsten Sprachen angeboten. Man sieht nicht nur das Innere des Domes, sondern kann auch die königliche Gruft im Keller besichtigen, wo über 100 Hohenzollern mit den jeweiligen Daten untergebracht sind. Beeindruckend sind die unterschiedlichen Grössen der Särge und deren verschiedene Verzierungen. Ebenfalls kann die kolossale Kuppel besichtigt werden. Regelmäßige Orgelkonzerte werden hier durchgeführt und auch der Gottesdienst am Sonntag wird in mehrere Sprachen übersetzt, sodass der Gottesdienst auch für ausländische Besucher interessant ist. Der Berliner Dom liegt am Lustgarten. Der Lustgarten wurde 1573 angelegt und diente erst als Kräutergarten und wurde dann als Ziergarten angelegt. Er liegt genau zwischen dem Berliner Dom und dem Alten Museum.


Rotes Rathaus

Zwischen Fernsehturm und der Spree liegt das rote Rathaus. Es ist der Sitz des Berliner Senats und des regierenden Bürgermeisters. Die rötlichen Klinkersteine geben dem Rathaus den Namen. Die norditalienischen Hochrenaissance ist Vorbild für diese rote Umkleidung. Das vorherige Berliner Rathaus stand am Molkenmarkt. Dieses bestand aus mehreren Gebäuden. Sie stammten teilweise noch aus dem Mittelalter. Da das alte Rathaus nicht mehr zweckmässig und funktionell war, plante man ein Neues. 1861 bis 1869 wurde nach den Plänen von Heinrich Friedrich Waesemann das rote Rathaus gebaut. Es ist 99 Meter lang und 88 breit. Es besteht aus mehreren Gebäudeflügeln mit drei Innenhöfen. Der 74 Meter hohe Turm ist von Weitem sichtbar. Er erinnert ein bischen an den Big Ben. Vorbild aber war die Kathedrale der französichen Stadt Laon sowie das Rathaus der westpreussischen Stadt Thorn. 36 Terrakottatafeln beschreiben die Geschichte Berlins von den Anfängen bis zur Reichsgründung im Jahre 1871 dar. Im Krieg wurde das Gebäude teilweise zerstört. In den 50er Jahren wurde es restauriert und auch die Innenräume modernisiert. Vor dem Rathaus stehen zwei Statuen, einmal die Trümmerfrau und der Aufbauhelfer. Sie sollen an die schwere Zeit des Wiederaufbaus der Stadt und des Rathauses erinnern. Beide Statuen wurden von Fritz Kremer im Jahre 1958 erschaffen. Im Inneren des Rathauses befinden sich der Wappensaal, der Grosse Saal und der Säulensaal. Der Wappensaal eignet sich besonders für Eintragungen in das goldene Buch der Stadt und für Empfänge. Vor dem 2. Weltkrieg war er Tagungsraum der Stadtverordnetenversammlung. In diesem Saal werden die Wappen der Stadtbezirke von Berlin gezeigt. Der Grosse Saal wird hauptsächlich für Konzerte, Empfänge und Lesungen genutzt.


Kurfürstendamm

Kurfürstendamm

Der Kurfürstendamm wurde unter Bismarck ausgebaut. Er ist die Hauptstrasse in West Berlin geworden. Bei den Berlinern hat er den Kurznamen Ku´damm erhalten. In Ostberlin heisst die Strasse „Unter den Linden“. Leider ist von den alten Prunkbauten aus der Bismarckzeit am Kuhdamm nicht mehr viel übrig geblieben. Sie wurden entweder zerstört oder stark beschädigt. Der Boulevard hat aber ein neues Gesicht erhalten. Dort sind mittlerweile rund 320 Geschäfte angesiedelt, die eine Vielzahl der verschiedensten Waren anbietet. Hier kann man alles kaufen. Von Elektronik über Mode bis hin zu Krimskrams. Vergessen sollte man nicht die vielen Läden mit Erinnerungsstücken aus Berlin. Hier kann man Anhänger für Armbänder, die Siegessäule in Miniatur oder sogar das Brandenburger Tor erwerben, um es den Daheimgebliebenen zu schenken oder für sich selbst als Erinnerung. Einer der Werbeslogans lautet: Shpooing für jede Brieftasche. Der amerikanische Schriftsteller Thomas Wolfe sagte über den Ku´damm, er sei das grösste Cafehaus Europas. Das wohl bekannteste Cafe und Restaurant ist das Cafe Kranzler. Früher befand es sich an der Strasse „Unter den Linden“ Ecke „Friedrichstrasse“. Über 100 Cafes befinden sich in Berlin. Ebenfalls befinden sich verschiedene Theater auf dem Ku´damm. Ein bunt gemischtes Völkchen findet man auf dem Ku´damm. Somit ist für jeden etwas Interessantes zu entdecken. Das wohl bekannteste Wahrzeichen am Kurfürstendamm ist wohl die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirchen. Hinter der Kirche erstreckt sich der Zoologische Garten. Er ist Deutschlands ältester und tierreichster Zoo. Das Europacenter an der Kirche ist ein Einkaufzentrum mit 3 Etagen. Ebenfalls befindet sich am Ku´damm auch ein Casino.


Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen

Ein Zeugnis der Grausamkeiten der jüngsten deutschen Geschichte ist die Stasi-Gedenkstätte im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen. Einst als Kellergefängnis vom Ministerieum für Staatssicherheit (MfS) im Jahr 1951 übernommen, litten dort schon bald zahlreichen Menschen, die oft jahrelang der Willkür des SED-Regimes ausgesetzt waren. So waren es keineswegs Verbrecher, wie wir sie in unserem heutigen Rechtsverständnis sehen. Vielmehr waren es SED-Gegner und -Kritiker, aus Ost- und Westdeutschland, regligiöse Anhänger und sogar Mitglieder aus den eigenen politischen Reihen, die – aus welchem Grund auch immer - in Ungnade gefallen waren, die dort festgehalten wurden.

Das Gefängnis wurde gegen Ende der fünfziger Jahre von Häftlingen aus dem benachbarten MfS- Arbeitslager neu gebaut, wodurch über 200 Vernehmerzimmer und Zellen entstanden. Der Gebäudekomplex stand inmitten eines geheimen, weitläufigen Sperrbezirks, der von normalen DDR-Bürgern nicht betreten werden durfte. Die Auswahl der Gefangenen erstreckte sich nun auch auf ausreisewillige Bürger, auf solche die fliehen wollten, oder die wegen ihrer regimegegnerischen Meinung vom MfS verfolgt wurden. Die Häftlinge wurde hier nicht mit physischer Gewalt sondern mit psychologischen Methoden zermürbt und gefoltert, um so zu den gewünschten belastenden Informationen oder Aussagen zu gelangen. Oft wurden die Gefangenen entführt und über den Aufenthaltsort nicht informiert. Angehörige wurden ebenso wenig über deren Verbleib unterrichtet, wie der Häftling selbst über seine Kinder, Ehepartner oder andere wichtige Personen. Durch die hermetische Abriegelung von anderen Mitgefangenen und der Außenwelt, wurde der Staat für die Gefangenen eine übermächtige Organisation, der sie hilflos ausgeliefert waren. Oft erstreckten sich die Verhöre von entsprechend ausgebildeten Vernehmern über einen Zeitraum von mehrere Monate.

Nachdem die SED-Diktatur im Herbst 1989 gestürzt und und die DDR der Bundesrepublik beigetreten war, wurde das Gefängnis im Oktober 1990 geschlossen. Damit dieses traurige Kapitel nie in Vergessenheit gerät wurde die Haftanstalt – auch auf Beitreiben ehemaliger Insassen hin - 1992 unter Denkmalschutz gestellt und 1994 als Gedenkstätte ernannt. Heute wird das damalige Stasti-Gefängnis jährlich von hundert tausenden Menschen besucht, darunter befinden sich auch viele Schüler und Studenten, die meist von ehemaligen Häftlingen durch das Gelände geführt werden.


Tempelhof

Tempelhof

Tempelhof ist ein amerikanischer Bezirk in Berlin. Der Name geht zurück auf eine Gründung des Ordens der Tempelritter. Tempelhof war eng verbunden mit dem bis dahin einzigen Zentralflugplatz Europas. Er ist nur 6 km vom Stadtkern enternt. Umring ist er von Wohnhäusern, daher sind die Start- und Landebahnen sehr kurz. Ein Ausbau der Bahnen ist wergen der Häuser nicht möglich. Der Lärm war für die Bewohner der Häauser kaum ertragbar. Jeden Tag mussten sie das Röhren der Flugzeuge über sich ergehen lassen. Also baute man einen modernen Flughafen in Tegel. Er liegt im Nordern der Stadt. Der Bau des Flughafens hat 400 Millionen Mark gekostet. 1974 ist er eröffnet worden. Der Flughafen Tegel gilt allgemein als Flugplatz der kurzen Wege. Der Luftverkehr von und nach Berlin beruht allerdings auf alliiertem Recht. Seit Herbst 1975 wir er von der Pan Am, der BA, der Air France sowie verschiedenen alliierten Charterfluggesellschaften angeflogen. Der Senat möchte West Berlin als Luftkreuz zwischen Ost und West ausbauen. Tempelhof dient heute nur noch den Amerikanern als Militärflugplatz. Das ehemalige Tempelhofer Flugplatzgebäude stammt aus der Hitlerzeit. Vor dem Gebäude liegt der Platz der Luftbrücke. Dort steht das Luftbrückendenkmal. Die Berliner nennen es auch Hungerkralle. Das Denkmal wurde zur Erinnerung an 78 Todesopfer errichtet. Es waren Piloten und Leute vom Bodenpersonal, die während der Blockade 1948/49 ums Leben kamen. Die Sowjets hatten alle Zufahrtsstrassen von und nach West-Berlin zugesperrt. In diesen schweren Zeiten wurden die Berliner von den „Rosinenbombern“ mit allem versorgt, was zum Leben notwendig war. Die Luftbrücke war eine ungewöhnliche technische Leistung. Die Alliiertenh atten in mehr als 250 000 Flügen rund 2 Millionen Tonnen Güter eingeflogen. Durch diese Luftbrücke konnten die West Berliner die Blockade überleben.


St. Marienkirche

Berlin, die wohl geschichtsträchtigste Stadt Deutschland dokumentiert seine stadtgeschichtliche Entwicklung an Hand einer Vielzahl von Baudenkmälern und sakralen Bauten. Für viele in-und ausländische Besucher und Touristen ist Berlin das deutsche Mekka der Baudenkmäler und ein lohnendes Ausflugsobjekt zugleich. Eines dieser Baudenkmäler und zugleich als kirchlicher Sakralbau die Stadtgeschichte prägendes Bauwerk, ist die Kirche St. Marien im heutigen Stadtbezirk Berlin-Mitte. Als einziges Bauwerk der frühen Stadtgeschichte Berlins, wird die uns heute erhalten gebliebene St. Marienkirche als Kirche genutzt. Sie wurde 1250 als Pfarrkirche, für die im Zuge der Stadterweiterung entstandene Neustadt mit ihrem Marienviertel erbaut. Die inmitten des heutigen Stadtzentrums gelegene Kirche, ist die älteste von insgesamt sechs mittelalterlichen Kirchen im historischen Stadtkern von Berlin. Ihr markantes Äußeres, mit dem leuchtendem Rot der beim Bau verwendeten roten Backsteinziegel, gibt der gotischen Hallenkirche ein unverwechselbares Aussehen. Die St. Marienkirche ist bis auf den Turmbau, welcher im Laufe der Jahrhunderte mehrmals um- und ausgebaut wurde, im Original erhalten geblieben. Im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges und der Eroberung Berlins durch die Alliierten im April 1945, erlitt die Kirche schwere Beschädigungen, welche im Verlaufe der umfangreichen Sanierungs-und Restaurationsarbeiten erst im Jahre 1970 vollends beseitigt wurden. Die St. Marienkirche präsentiert den Besuchern der Kirche in ihren Inneren viele kulturhistorisch sehr wertvolle Auststattungsgegenstände. So sind das gotische Taufbecken von 1417, die Alabasterkanzel von 1702 oder die Orgel der Kirche aus dem Jahr 1690 nur einige von vielen anderen kirchlichen sakralen Reliquien, welche die St.Marienkirche zu einem Besuchermagneten für alle Besucher und Touristen der Stadt Berlin machen.


Schloss Schönhausen

Im Berliner Bezirk Pankow steht das Barockschloss Schönhausen und gehört zur Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Es ist von einem wunderschönen Park umgeben. In mitten des Parks fließt die Panke. Gräfin Sophie Theodore zu Dohna-Schlobitten ließ 1664 auf dem Rittergut Niederschönhausen ein Herrenhaus erbauen. Damals befand sich das Grundstück noch weit vor den Toren Berlins. Nach dessen Ableben ließ der Oberhofmarschall und Großkanzler Joachim Ernst von Grumbkow 1680 das Gebäude grundlegend erneuern. Das Schloss Schönhausen wurde zu einer dreiflügelige Anlage mit zwei Obergeschossen und wurde zusammen mit den Ländereien an Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg verkauft. 1704 ließ Friedrich I. in Preußen das Schloss erweitern. In diesem Zuge wurde im nördlichen und südlichen Teil ein eingeschossiger Flügel für Besuche angebaut. Nach dem Tod Friedrich III. kümmerte sich sein Sohn und königlicher Nachfolger Friedrich Wilhelm I. kaum um das bauliche Erbe seines Vaters und verpachtete Teile des Grundbesitzes. Damit verwahrloste das Schloss zunehmend. König Friedrich II. quartiert 1740 nach seiner Thronbesteigung seine ungeliebte Gattin Elisabeth Christin mit den Worten „Hier lass Dich nieder, hier kannst Du schön hausen“ ein. Mit diesen Worten wurde der Name des Schlosses für Jahrhunderte beschlossen. Das Schloss wurde während des siebenjährigen Krieges von russischen Truppen völlig zerstört. 1764 baute Elisabeth Christine das Areal zu seiner heutigen Gestalt um. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nutze man das Schloss als Möbellager. Das Gelände verwaiste, da sich nach dem Tod der Königin niemand mehr um den Erhalt kümmerte. Die Nationalsozialisten nutzen das Bauwerk als Ausstellungsgebäude und modernisierten es radikal. Nach dem Krieg hatte die sowjetische Militärverwaltung hier ihren Sitz und es wurde für Staatsbesuche der DDR hergerichtet. Das Schloss ist erst seit Dezember 2009 mit einem Museum für die Öffentlichkeit zugänglich.


Bahnhof Zoo

Der Bahnhof Zoo ist wohl der bekannteste Hauptbahnhof. Das liegt warscheinlich auch zum Teil an dem gleichnamigen Film und das Buch „Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Das ist eine autobiografische Erzähung aus den 70 er Jahren. Hier wird die Jugendzeit von Christiane Felscherinow beschrieben, die im Bahnhofsmilieu vom Bahnhof Zoo gerutscht war und mit Drogen in Berührung kam. Die Drogen finanzierte sie durch Prostituion. Seit den 90er Jahren will die Deutsche Bahn jedoch das Image des Bahnhofes aufbessern. Es bemühen sich Polizei und private Sicherheitskräfte darum, den Bahnhof sicher zu machen und sauber zu halten. Im Jahr 2006 wurde aber der neue Hauptbahnhof der Hauptstadt eröffnet. Daher wird Bahnhof Zoo wohl immer mehr an Bedeutung verlieren. Das liegt vielleicht auch daran, dass der neue Hauptbahnhof zum zentralen Verkehrsknotenpunkt für alle Verbindungen erklärt wurde und der Bahnhof Zoo im Fahrplan der Deutschen Bahn nur noch als Regionalbahnhof gewertet wird. Direkt neben dem Bahnhof Zoo befindet sich ein Polizeirevier. Jedoch ist die Gegend um Bahnhof Zoo immer noch ein Treffpunkt vieler Jugendlicher und Obdachloser. Das Innere des Bahnhofs hat sich erheblich verwandelt. 1995 wurde die Halle umgestaltet, damit sie den Ansprüchen eines grossen Reisebahnhofs gerecht wird. Zahlreiche Geschäfte im Bahnhof bieten Einkaufsmöglichkeiten. Mehrere Zeitungsläden bieten Zeitungen aus aller Welt und verschiedene Bücher an. Aber auch Lebensmittelgeschäfte und Imbissstuben gibt es im Bahnhof und in der angrenzenden Umgebung. Auch heute noch fahren mehrere S- und U-Bahnen hier, Regionalzüge und einige Fernzüge. Vor dem Bahnhof warten zahlreiche Taxen und auch Busslinien stehen zu Verfügung. Rund um die Uhr werden hier Kontrollgänge von Sicherheitsleuten durchgeführt.


Siegessäule in Berlin

Siegessäule in Berlin

1864 wurde mit dem Bau der Siegessäule begonnen und 1873 wurde sie fertiggestellt nach den Plänen von H. Strack. Zunächst stand sie auf dem Platz der Republik. Sie dient als Symbol für den Sie des Deutschen Bundes gegen Dänemark im Jahre 1864 und soll an die letzten Kriege erinnern, die wir gewonnen haben: 1864, 1866 und 1871. 1938 / 1939 wurde sie versetzt und befindet sich nun in der Mitte des grossen Stern. Es wurden weitere Säulentrommeln hinzugefügt. Der Platz liegt in dem Stadtteil Berliner Tiergarten. Umgeben ist die Siegessäule von zahlreichen Parkanlagen. Nur über einen unterirdischen Gang ist es möglich, ungefährdet zur Siegessäule zu gelangen, da dort reger KFZ Verkehr herrscht. Ca. 50 Meter ist es bis zur Spitze und somit zur Ausstellungsplattform. Im Inneren befindet sich eine Ausstellung. Vergoldete Kanonenrohre, sowie Beutestücke aus den Kriegen können dort besichtig werden. Von der Aussichtsplattform hat man einen guten Blick über ganz Berlin. Sie ist ein Wahrzeichen Berlins und weit sichtbar. 8 Meter hoch ist die Goldene Viktoria und sie wiegt ca. 800 Zentner. Sie hält einen Lorbeerkranz in der rechten Hand und links ist die Feldstandarte der deutschen Truppen mit dem eisernen Kreuz. Viktoria ist die römische Siegesgöttin. Sie erinnert stark an einen Engel. Das liegt daran, dass auch die Siegesgöttin Flügel besitzt. Insgesamt ist die Siegessäule 66,89 Meter hoch. 1945 überstand sie Angriffe der Alliierten. Auch bei einem Bombenanschlag 1991 wurde sie nur leicht beschädigt. Neben der Siegessäule findern wir auf dem Platz Denkmäler von Moltke, einem berühmten General, dem Dienstherrn Bismarck, Reichsgründer und erster deutscher Kanzler und Marschall v. Roon, Bismarcks Kriegsminister. Wenn man der Strasse des 17. Juni von der Siegessäule aus hochläuft, kann man nach wenigen Metern bereits das Brandenburger Tor sehen.


Berliner Fernsehturm

Berlin ist eine Stadt mit vielen Wahrzeichen und Denkmälern. Zu einer der bekanntesten Se-henswürdigkeit zählt der Berliner Fernsehturm. Er misst eine stolze Höhe von 368 Metern und ist somit das höchste Bauwerk in Deutschland. Der Turm wurde 1965 im Herzen Berlins errichtet. Zusammen mit der naheliegenden Marienkirche, dem Bahnhof Alexanderplatz und dem Roten Rathaus bildet er die Mitte der Hauptstadt. Nach 4 Jahren Bauzeit, 1969, wurde er dann eröffnet und zählt seither rund eine Million Besucher jährlich. Im unteren Teil des Fernsehturms befinden sich einige Souvenirläden. In der 2. Etage findet man die Kassen und die Lifte, durch die man Zugang auf eine der zwei begehbaren Etagen in der „Kugel“ erhält. Auf einer der beiden Plattformen befindet sich das Telecafè, welches sich binnen einer halben Stunde einmal um seine eigene Achse dreht, auf der anderen die Aussichtsetage. Hier, in etwa 202 Metern Höhe hat man bei gutem Wetter die Möglichkeit bis zu 40 km über Berlin zu schauen. Geöffnet ist der Turm ganzjährig. Tickets können mittlerweile auch Online Reserviert werden. Der Zutritt für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen ist leider nicht möglich, da im Falle eines Notfalls der Ausgang nur über die Treppenanlage zu erreichen ist. Am Fuße des Fernsehturms befinden sich die Kaskaden. Die terrassenförmige Brunnenanlage war lange Zeit außer Betrieb und wurde 2007 nach einer aufwendigen Sanierung wieder eröffnet. Es ist der größte von rund 300 Brunnen und lädt heute tausende Besucher zum verweilen ein. Nach einem Besuch auf dem Fernsehturm lohnt sich der Gang zu den Kaskaden, denn dort finden stündlich Atemberaubende Lichtspiele in Einheit mit den 88 Wasserfontänen statt.


Reichstagsgebäude

Der Architekt Paul Wallot schuf in der Zeit von 1884 bis 1894 das Reichsparteitagsgebäude, welches im Stil der Neorenaissance gebaut wurde. Der Reichsparteitag befindet sich in Berlin Mitte und ist ein touristisches Highlight. Bis 1918 beherbergte das Gebäude den Reichstag des Deutschen Kaiserreiches, sowie das Parlament der Weimarer Republik. In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 wurde der Reichsparteitag in Brand gesteckt und durch die Auswirkungen des zweiten Weltkrieges weiterhin schwer beschädigt. In den sechziger Jahren konnte das Bauwerk modernisiert und wieder hergestellt werden und wurde in den neunziger Jahren noch einmal grundlegend umgestaltet. Etliche Originalbestandteile konnten in den neuen Bau integriert werden. Spuren der Geschichte sollten bewusst sichtbar bleiben. So zum Beispiel Graffitis sowjetischer Soldaten die in kyrillischer Schrift nach der Niederlage des Dritten Reiches aufgesprüht wurden. Das Sahnehäubchen der Umbauten ist die gigantische und begehbare Glaskuppel die man über zwei Aufzüge erreichen kann. Selbstverständlich muss man vorher durch eine Sicherheitskontrolle. Die Kuppel misst 38 m Durchmesser und ist 23,5 m hoch. Insgesamt wiegt die Konstruktion bis zu 1.200 Tonnen. Sie ist durch ihre 40 m hohe Aussichtsplattform ein beliebtes Ausflugsziel. Mitten im Gebäude befindet sich der 1.200 m² große Plenarsaal, der sich beachtlich über drei Hauptgeschosse erstreckt. Besucher können die Tribünen im Plenum über ein eigens eingebautes Zwischengeschoss erreichen. Viele Schulen nehmen die Möglichkeit wahr, um einmal hautnah dabei zu sein wenn Bundespolitik betrieben wird und so kann manch eine spannende Debatte mit verfolgt werden. Das Reichsparteitagsgebäude ist eines der Wahrzeichen Berlins geworden und ein absolutes Muss für jeden Berlin-Besucher.


Schloss Bellevue

Schloss Bellevue

Das Schloss Bellevue ist der Amtssitz des Bundesnpräsidenten und liegt in der Nähe der Siegessäule. Zu dem Schloss gehört ein wunderbarer Schlosgarten. Die Nähe zum Spreeufer trägt zu einem aussergewöhnlichen Ambiente bei. Es liegt mitten im Tiergarten. Das Schloss hat wie auch viele andere Gebäude in Berlin eine bewegte Vergangenheit. Das Schloss wurde von dem Architekten Philip Daniel Boumann für den jüngsten Bruder von Friedrich dem Grossen erbaut. Es wurde im Jahre 1785 fertiggestellt. Nur ein Jahr betrug die Bauzeit und nach Fertigstellung bezog August Ferdinand das Schloss und lebte dort bis zu seinem Tode im Jahre 1813. Er bewirtete dort viele berühmte Gäste. Darunter waren unter anderem Napoleon, Friedrich Schiller, Alexander von Humbold und Friedrich Schlegel. Bis zum Jahre 1843 lebte noch der Sohn von August Ferdinand in dem Schloss. 1928 ist es in staatlichen Besitz übergangen, nachdem zuvor mehrere private Besitzer das Schloss bewohnten. In staatlichem Besitz wurde es für Ausstellungen und besondere Anlässe genutzt. Das Museum für Völkerkunde wurde im Jahre 1935 dort untergebracht. Im 2. Weltkrieg wurde das Schloss fast vollständig zerstört. Es war nötig, eine Restaurierung und Neuaufbau des Schlossen zu starten, da es als Sitz des Bundespräsidenten vorgesehen war. Durch die Teilung Deutschlands verlor das Schloss aber weitestgehend an Bedeutung. Die Villa Hammerschmidt wurde für den Präsidenten interessanter. Erst durch die Wiedervereinigung Deutschlands verlegte der damalige Bundespräsident Weizäcker seinen Amtssitz wieder in das Schloss. Der Schlosspark wurde erst nach Bau des Schlosses angelegt. Er erlebte mehrere Umgestaltungen, besonders die Neugestaltung des Parks nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1947.


Schloss Köpenick

Das Schloss Köpenick liegt direkt im Zentrum des gleichnamigen Berliner Ortsteils Köpenick in der Nähe der Mündung der Dahme in die Spree auf einer Insel. Eine Brücke über den Schlossgraben verbindet das Schloss mit dem Festland. Die Insel wurde schon zu Gründungszeiten Berlins besiedelt und ist neben Spandau und Cölln eines der frühesten Siedlungsgebiete der Hauptstadt. Man fand bei Ausgraben slawische Burgwälle einer Burg die im 8. Oder 9. Jahrhundert entstand. Im 12. Jahrhundert regierte hier Jaxa von Köpenick. Die Anlage wurde durch zahlreiche Nachfolgebauten ersetzt. Darunter befand sich ebenfalls eine spätmittelalterliche Kastellburg. Askanier eroberten 1245 die Schlossinsel und siedelten die Slawen auf das östliche Ufer der Dahme um, wo sie sich in einer Art Kietz niederließen. 1558 veranlasste Kurfürst Joachim II. von Brandenburg, nach Abriss des alten Gebäudes, den Bau eines Jagdschlosses im Renaissance-Stil. Baumeister Wilhelm Zacharias baute zwei Wohnflügel, sowie zwei Wehrmauern. Über den Bau ist nur wenig bekannt. Joachim verstarb bereits im Jahre 1571 während eines Jagdausfluges. Kurprinz Friedrich erweiterte das Schloss 1677. Es entstand der nördliche Pavillon. Es folgten eine Schlosskapelle und ein Wirtschaftsflügel. Bereits zuvor errichtete man das Hoftor. Später bewohnte Friedrich den Bau mit seiner Frau Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel, die den Bau der Kirche anregte. In den Folgejahren wurde der nördliche Pavillon um einen Mitteltrakt ergänzt und ein südlicher Pavillon entstand komplett neu. 1690 war das Schloss komplett ausgebaut und erhielt seine heutige Form. 1804 – 1806 errichtete man zwei Torhäuser. 1963 wurde aus dem Schloss ein Museum. 1994 begann man Schloss Köpenick umfangreich zu restaurieren. Hierbei entdeckte man alte Bebauungsteile. Seit Mai 2004 beherbergt das historische Gemäuer ein Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin. Für jeden Kunstliebhaber ist Schloss Köpenick ein absolutes Muss.


Brandenburger Tor

Mit seiner über 200jährigen Geschichte ist das monumentale Brandenburger Tor heute ein Nationalsymbol. Es ist 26 Meter hoch, 65,5 Meter breit, 11 Meter tief und das einzig erhaltene Stadttor von ursprünglich acht Berliner Toren. Zu finden ist es im Herzen Berlins am Pariser Platz. Bis zum Fall der Mauer stand das Brandenburger Tor symbolisch für die Teilung der Stadt und für die Teilung Deutschlands. Der Erbauer, Carl Gotthard Langhans, orientierte sich beim Bau, in den Jahren 1788 bis 1791, stark an die Athener Akropolis. Den Auftrag dafür erhielt er von König Friedrich Willhelm II., der einen Abschluss für die Straße „Unter den Linden“ suchte. Das Bauwerk darf sich damit rühmen, die größte und schönste Schöpfung des deutschen Klassizismus zu sein. Der markanteste Teil des Tores ist die Quadriga, die 1793 von Johann Gottfried Schadow konzipiert wurde. Napoleon verschleppte sie nach der Niederlage Preußens im Jahre 1806 nach Paris. Hier sollte sie zusammen mit anderer Beutekunst ausgestellt werden. Acht Jahre später konnte sie durch den Sieg der Allianz wieder zurück geholt und an ihrem Bestimmungsort platziert werden. Diesen Akt bezeichneten die Berliner als „Retourkutsche“. Nach der Rückkehr ergänzte man das vorher schmucklose Panier mit einem preußischem Adler, einem Siegeskranz und dem Eisernen Kreuz. Heute schmückt das Tor nur eine Kopie, da das Original durch die starke Zerstörung im Zweiten Weltkrieg entsorgt werden musste. Das Wahrzeichen ist gegenwärtig zum kulturellen Schauplatz geworden. Ob Fanmeilen, Konzerte oder Silvesterpartys, beinahe alle großen Events finden hier statt. Jeder Berlin-Besucher sollte einmal dort gewesen sein!


Berliner Zoo

Der zoologische Garten in Berlin befindet sich direkt am gleichnamigen Bahnhof, fast in der Mitte der Hauptstadt. Er ist mit seinen rund 1500 Tierarten der artenreichste Weltweit. Der Zoo hat eine Gesamtfläche von ca. 35 Hektar. Ihm angeschlossen ist das Aquarium, welches man einzeln oder auch mit einem Kombiticket besuchen kann. Millionen von Besuchern finden jährlich ihren Weg hierher. Er wurde 1841 von Martin Lichtenberg mit der Genehmigung und Finanzierung des damaligen Königs erbaut und ist damit der älteste Deutschlands. Im Zweiten Weltkrieg wurde eine große Fläche des Zoos durch die Luftangriffe auf Berlin zerstört. Der Wiederaufbau dauerte mehrere Jahre. Der Park hat zwei Eingangsbereiche. Im Zoo selbst findet man nicht nur diverse Tiere, sondern hat auch immer wieder die Möglichkeit sich einmal auszuruhen. Die Highlights sind zum Beispiel das Affenhaus und das Nilpferdhaus. Besonders während den Fütterungszeiten ist das Raubtierhaus ein beliebter Treffpunkt. Aber auch der riesen Panda wird immer wieder gern gesehen. Zu den berühmtesten Tieren der Anlage gehören zweifellos der Eisbär Knut und der Gorilla Knorke. Der gesamte Zoologische Garten wurde bekannt durch die vom RBB produzierte Serie „Panda, Gorilla & Co.“ In der gesamten Anlage können sich die Kinder immer wieder austoben. Spielplätze, Brunnen und die verschiedenen Skulpturen der Tiere laden geradezu dazu ein. Das Mitführen von Hunden und das Fahren von Kinderfahrzeugen wie Inliner oder Roller sind hier nicht gewünscht. Im Eingangsbereich kann man sich sowohl Rollstühle, als auch Bollerwägen ausleihen. Wer es wünscht, kann auch an einer Parkführung teilnehmen und lernt so die Welt des Zoos einmal anders kennen. Wem der Hunger plagt, der kann in eines der vier Restaurants einkehren. Für die Anfahrt empfehlen sich, mangels Parkplätze, die öffentlichen Verkehrsmittel.


Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie ist wohl der bekannteste Grenzübergang in Berlin. Er befindet sich auf der Friedrichstrasse in Berlin. Im August 1961 wurde er erichtet und bis 1990 verband er den Ost-Berliner Stadtteil Mitte mit dem West Berliner Stadtteil Kreuzberg. Der Kontrollpunkt war einer von 3 Kontrollpunkten, die durch die Amerikaner genutzt wurden. Der Name entstand durch das ICAO Alphabet. Es gab noch Chepoint Alpha und Checkpoint Bravo. Am 22. Juni 1990 wurde die Baracke des Checkpoint Charlies abgerissen in Anwesenheit aller vier Aussenminister der Siegermächte; den USA, Grossbritannien, Frankreich und Russland. Der Kontrollpunkt ist heute im Berlin Alliierten Museum zu besichtigen. Der Checkpoint Charlie zählt heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Berlin. am 13. August 2000 wurde eine originalgetreue Nachbildung des ersten Kontrollpunktes enthüllt. Auf dem Schild steht in den Sprachen der Siegermächte des 2. Weltkrieges sowie auf Deutsch: Sie verlassen den amerikanischen Sektor. Ein Film mit dem Titel „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ behandelt die Protestaktionen von Jutta Fleck in den 80er Jahren, die für Verstimmungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR geführt hatten. 1961 bei Errichtung der Mauer war am Checkpoint Charlie der kalte Krieg erstmals spürbar. Hier standen sich Panzer der UdSSR und der USA in feindlicher Absicht gegenüber. An dem Kontrollpunkt fanden spektakuläre Fluchten statt, die jedoch meist bereits vor der Grenze scheiterten. Flüchtlinge wurden mit Haft verurteilt. Das Mauermuseum erinnert heute an die Geschichte des Checkpoint Charlies. Hier werden Themen wie der Mauerbau, der Volksaufstand am 17. Juni 1953 und die Geschichte des Grenzüberganges dokumentiert.


Mahnmal KZ Columbia-Haus

Das Mahnmal des KZ Columbia-Haus befindet sich seit 1994 im Bezirk Tempelhof-Schöneberg im Ortsteil Tempelhof, direkt in der Nähe des ehemaligen Lagergeländes an der Einmündung zur Golßener Straße zum Columbiadamm. Aufgrund des Baus des Flughafen Tempelhof musste das Gebäude dem Neubau weichen. Das KZ Columbia-Haus diente in seinem Ursprung als Militärgefängnis. Während des Nationalsozialismus nutzte die Geheime Staatspolizei die Einrichtung. Aufgrund der Lage zur Innenstadt waren hier viele prominente Persönlichkeiten des politischen Lebens gefangen gewesen. Das Konzentrationslager bestand aus dem Gefängnisgebäude mit seinen 156 Kerkern, dem Gerichtsgebäude, dem Beamtenwohngebäude und einigen Nebengebäuden. Verhaftungswellen nach der Machtergreifung Hitlers ließen das zentrale Gestapogefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße 8 schnell überfüllen. Aufgrund dessen nutzte man, auch wenn die Haftanstalt Spandau zur Verfügung stand, das Columbia-Haus. Man entschied sich gegen die Haftanstalt, weil man die Vollzugsbeamten, die immer noch in den preußischen Gefängnisordnungen verwurzelt waren, als zu milde empfand. Die Lebensumstände im Columbis-Haus waren wegen der Überbelegung unmenschlich. Wachmänner der Gruppe Wecke, SS-Männer des „SS-Abschnitts III Berlin-Brandenburg“, ließ man freie Hand was die Behandlung der Gefangenen anging. Somit kam es mehrfach zu Misshandlungen und Morden. Um die Berliner Bevölkerung nicht unnötig zu beunruhigen untersagte man den Wachmannschaften die Häftlinge zu schikanieren und zu misshandeln. Dies trug allerdings nur geringfügig zu einer Verbesserung bei. Disziplinarische Maßnahmen gegen Wachmänner wurden jedoch nie vollzogen. Für viele spätere KZ-Kommandanten war das Columbia-Haus die erste „Karrierestation“. Im April 1935 gelang dem SS-Mann Hans Bächle zusammen mit zwei weiteren Gefangenen die Flucht aus Columbia Haus. Alle drei flüchteten nach Prag. Wegen mangelnder Anerkennung und schlechter Bezahlung war Hans Bächle unzufrieden. Durch Schmuggeleien für den ehemaligen Kommandanten des Freikorps Oberland, Josef Römer, kam er mit den beiden Gefangenen in Brührung und ließ sich zur Fluchthilfe überreden. Römer blieb freiwillig im KZ zurück. Begünstigt wurde die Flucht, weil der Kommandant des Lagers, Reiner, beurlaubt war. Man ermittelte gegen ihn wegen Mordes an zwei Häftlingen. Wie bereits benannt wurde das Lager dann wegen dem geplanten Großprojekt des Flughafen Tempelhofs aufgelöst. Die Häftlinge wurden in das Konzentrationslager Sachsenhausen verlegt.


Martin Luther Strasse

Martin Luther Strasse

Die Martin Luther Strasse verläuft direkt durch das bayerische Viertel in Berlin. Im sogenannten „bayerischen Viertel“ haben alle Strassen Namen von bayerischen Grössen oder Städten. Ausgerechnet in der ehemaligen Hauptstadt Preussens gibt es dieses bayerische Viertel. Das spricht doch sehr für die Toleranz der Preussen. Es liegt in dem Stadtteil Schöneberg. Rund um den Bayerischen Platz liegen die Strassen mit den bayerischen Namen. Sehr bekannte Persönlichkeiten lebten hier: zum Beispiel Albert Einstein. Im Krieg wurde das Viertel zu 90 % zerstört. Der U-Bahnhof wurde von einer Bombe getroffen. Besonders nördlich der Grunewaldstrasse klafften grosse Lücken. In den Jahren 1955 bis 1959 wurden die Lücken durch 4 geschossige Neubauten geschlossen. Die Martin Luther Strasse führt ebenfalls durch den amerikanischen Bezirk von Schöneberg. Die Schöneberger Sängerknaben haben mehrere Lieder über den Stadtteil Schöneberg gesungen. Aber der Bezirk ist auch bekannt durch das Rathaus Schöneberg. Seit 1949 ist es politischer Mittelpunkt West Berlins. Bis 1948 hatte die gesamte Stadtverordnetenversammlung in Ost Berlin getagt. Als die Störmanöver der Kommunisten immer weiter zunahmen, entschieden sich die West Berliner Abgeordneten nach West Berlin umzuziehen. Der erste regierende Bürgermeister von Berlin, der im Schöneberger Rathaus amtierte, war Ernst Reuter. Heute ist das Rathaus Sitz des amtierenden Bürgermeisters, Sitz des Berliner Senats und des Abgeordnetenhauses. Bekannt ist auch der 70 m hohe Rathausturm. in dem die Freiheitsglocke hängt. Diese Glocke wurde von 17 Millionen Amerikanern gestiftet und von Gerneal Clay überreicht. Auf der Glocke steht: Das diese Welt unter Gott eine neue Geburt der Freiheit erhalte.


Deutsch Historisches Museum

Das als Waffenarsenal erbaute Zeughaus befindet sich in Berlin-Mitte Unter den Linden und stammt aus der Epoche des Barock. Heute nutzt das Deutsche Historische Museum das Gebäude. Das Haus wurde aufgrund einer Verfügung im politischen Testament von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg angelegt in dem stand, dass ein „schönes Zeughaus“ erbaut werden muss. Das Gebäude sollte zusammen mit anderen repräsentativen Bauten Berlin als Residenzstadt schmücken. Es ist das älteste Gebäude Unter den Linden. Kurfürst Friedrich III. legte im Mai 1695 den Grundstein. Das Museum wurde anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins im Oktober 1987 gegründet. Im September 1991 liefen die ersten Ausstellungen an. 1998 baute man das Gebäude um und erweiterte es. In diesem Zeitraum blieb das Museum geschlossen. Seit 2004 kann man das Foyer und den neuen Innenhof wieder betreten. Aber schon 2003 präsentierte man den Erweiterungsbau. Das Museum betreibt seit 1995 als erstes deutsches Museum einen eigenen Webserver und hat sich zum meistgenutzten musealen Server der BRD entwickelt. Mehr als 8.000 Exponate kann der Besucher bestaunen. Die Exponate der Ausstellung berichten über Menschen, Ereignisse, Ideen und Abläuft aus den letzten Jahrhundert vor Christus bis heute. Außerdem gibt es zusätzlich noch zahlreiche Sonderausstellungen wie zum Beispiel im Jahr 2010 „Burg und Herrschaft“, welche mit der Ausstellung „Mythos Burg“ des Germanischen Nationalmuseum Nürnberg kooperiert. Die beiden Ausstellungen legen den Grundstein für eine ab 2011 geplante Dauerausstellung zur deutschen Burgengeschichte auf der Veste Heldburg. Im Oktober 2010 ist außerdem eine Sonderausstellung mit dem Titel „Der Weg zur Freiheit“ anlässlig des 20. Jahrestages der Wiedervereinigung geplant. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Zeit.


Unter den Linden

Unter den Linden

Unter den Linden ist der Prachtboulevard in Berlin. Er führt vom Brandenburger Tor bis zum Berliner Dom. Die Strasse ist mit vielen Bäumen bepflanzt und zählt seit dem 18. Jahrhundert zu den imposantesten Strassen. Alle Bauten wurden nach der Wiedervereinigung aufwändig saniert und restauriert und zum Teil auch neu gebaut. Im Umkreis von nur 1 Kilometer stehen mehrere denkwürdige Bauwerke. Das bedeutet, dass man alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuss erreichen kann. Darunter gehören zum Beispiel der Pariser Platz, das Brandenburger Tor, die Museumsinsel, der Berliner Dom, die Staatsoper, die Humboldt Universität, die alte Bibliothek und die neue Wache, um nur einige zu nennen. Die Strasse „Unter den Linden“ bildet das historische Herz von Berlin. Der Name stammt von dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm, der 1646 1.000 Linden und Nussbäume dort pflanzen ließ. Die Nussbäume gingen ein und die Linden blühten prachtvoll. Daher nannte man die Strasse „Unter den Linden“. Kaiser Wilhelm I zeigte sich jeden Morgen am Fenster um die Huldigungen des Volkes entgegen zu nehmen. Das Reiterdenkmal Friedrich des Grossen steht ebenfalls dort. Es wurde im Jahre 1851 von Christian Daniel Rauch erschaffen und soll an den preussischen König erinnern. Über 70 Figuren von bekannten Persönlichkeiten befinden sich am Sockel des Denkmals. Zur 750 Jahr Feier der Stadt wurde das Westin Grand Hotel erbaut, indem viele berühmte Gäste der DDR untergebracht wurden. Aber nicht nur für kulturell Interessierte ist die Strasse sehenswert. Hier gibt es auch genügend Einkaufsmöglichkeiten. In der kalten Winterzeit, wenn die Linden fast blätterlos sind, werden hier Lichterketten aufgehangen und verströmen so weihnachtliche Atmosphäre.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Berlin

Bundesland:
Berlin

Höhe:
34-115 m ü. NN

Fläche:
891,85 km²

Einwohner:
3.447.048

Autokennzeichen:
B

Vorwahl:
030

Gemeinde-
schlüssel:

11 0 00 000



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