Kulturhaushalt fördert Teilhabe, öffnet Zugänge und stärkt Berlin als Kulturhauptstadt

Kulturhaushalt fördert Teilhabe, öffnet Zugänge und stärkt Berlin als Kulturhauptstadt


News Berlin

Pressemitteilung vom 14.12.2017
Das Abgeordnetenhaus von Berlin berät heute abschließend den
Doppelhaushalt für die Jahre 2018 und 2019. Für die
Senatsverwaltung für Kultur und Europa warb der Bürgermeister
und Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, vor den
Abgeordneten um Zustimmung für den Etat.
Der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, betonte
in seiner Rede die Notwendigkeit einer Neuausrichtung des
kulturpolitischen Fokus, um Berlins Ruf als Kulturhauptstadt zu
sichern: "Im Mittelpunkt stehen für mich Fragen der
gleichberechtigten Teilhabe aller am gesellschaftlichen - und
damit auch am kulturellen - Reichtum und Fragen der sozialen
Gerechtigkeit.
Der vorliegende Haushalt erlaubt es uns, die Vielfalt und
Breite der Berliner Kulturlandschaft zu erhalten und
Rahmenbedingungen zu schaffen, die es zahlreichen
Kulturschaffenden ermöglichen, frei zu arbeiten, ohne unter
materiellen Existenzängsten zu leben.
Eines meiner zentralen Anliegen ist es, die Zugänge zu Kunst
und Kultur zu erleichtern, Hürden abzusenken und frühe
Teilhabe an Kunst und Kultur zu fördern.
Es ist unsere Pflicht, Kulturpolitik für alle zu machen, wenn
wir unserem Anspruch, gute Politik für die ganze Stadt zu
machen, gerecht werden wollen, hier auch ganz grundsätzlich
anzusetzen - das können wir mit diesem Haushalt.
Für unsere inhaltlichen und kulturellen Schwerpunkte bedeutet
eine Zustimmung zum Haushalt einen sehr guten Anfang -
dennoch stehen wir mit unseren Plänen vielfach noch am Beginn
und bauen in den kommenden Jahren auf die fortgesetzt gute
Zusammenarbeit und Unterstützung durch das Parlament."
Insgesamt stehen dem Kulturhaushalt ohne Personalkosten laut
Entwurf im Jahr 2018 625,6 Millionen Euro zur Verfügung, für
2019 sind es 603,4 Millionen Euro. Im
Jahr 2017 waren es ca. 526 Millionen Euro.
Ein großer Teil des Aufwuchses wird zur 100prozentigen
Umsetzung der Tarifsteigerung im Kulturbereich sowie zur
Entwicklung und Sicherung sozialer Mindeststandards bei der
Förderung von Künstlerinnen und Künstlern und Kunstprojekten
verwandt.
Mit dem geplanten Festival-Fonds in Höhe von rund 8 Millionen
Euro gelänge die Absicherung von kulturellen Großformaten wie
der Féte de la Musique oder dem Karneval der Kulturen auch auf
längere Sicht.
Kinder- und Jugendtheater erhielten eine zusätzliche
Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro um ihrer wichtigen
Rolle bei der kulturellen Bildung verstärkt nachkommen zu
können.
Die Verdoppelung des Bezirkskulturfonds um jeweils 500.000 Euro
in den Jahren 2018 und 2019 und die Erhöhung im Projektfonds
Kulturelle Bildung gibt den Bezirken die Chance, mehr
kulturelle Angebote auch in der Fläche zu bieten.
Die Landesmuseen und Gedenkstätten erhalten rund eine Million
Euro mehr für das Outreach-Programm und die Vermittlungsarbeit
in ihren Einrichtungen und versetzen diese in die Lage,
wertvolle Integrationsarbeit zu leisten.
Mit den im Entwurf eingestellten 38,5 Millionen Euro
Investitionsmitteln für das Jahr 2018 wäre es möglich, damit
zu beginnen, den großen Sanierungsstau bei den Berliner
Kultureinrichtungen aufzulösen.
Mit 710.000 Euro in 2018 bzw. 950.000 Euro in 2019 zusätzlich
wollen wir DigiS verstetigen und so unser kulturelles Erbe
digitalisieren und für alle zugänglich machen.
Das Europäische Kulturerbejahr (ECHY) 2018 wird von Berlin eng begleitet und
unterstützt - im Bereich Denkmalschutz sind für die
Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des ECHY im Haushalt insgesamt 680.00 Euro
vorgesehen.
Den lebendigen europäischen Kulturaustausch zwischen
Deutschland und Polen unterstützt die Senatsverwaltung für
Kultur und Europa durch die Finanzierung des Kulturprogramms im
Kulturzug Berlin-Breslau mit 80.000 Euro im Jahr 2018.
Für die dauerhafte finanzielle Absicherung der Stiftung Neue
Synagoge Berlin - Centrum Judaicum sind pro Jahr zusätzliche
250.000 Euro vorgesehen. Dies stärkt die Einrichtung als
Zentrum für die Pflege und Wahrung jüdischer Kultur sowie des
wissenschaftlichen und pädagogischen Austauschs.
Quelle: http://www.berlin.de/presse/pressemitteilungen/index/feed?institutions=lpd&since=gestern_14_00&prio=1&count=1000&orig=1

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Gemeinde-
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