933.000 Glasaale in Berliner Gewässern ausgesetzt

933.000 Glasaale in Berliner Gewässern ausgesetzt


News Berlin
Bild: SenUVK, Fischereiamt Berlin
Pressemitteilung vom 03.04.2018
Heute wurden 933.000 junge Glasaale in der Havel, der Dahme
sowie der Spree ausgesetzt. Da sich Aale nicht in
Gefangenschaft vermehren, werden die Tiere als sogenannte
Glasaale im Meer gefangen und in den heimischen Gewässern
ausgebracht. Der Fang erfolgte mit einer zertifizierten,
besonders nachhaltigen und schonenden Methode.
In diesem Jahr werden in Berlin 311 Kilo Glasaale auf eine
Gewässerfläche von 4.575 Hektar besetzt. Durchgeführt und
finanziert wird die Maßnahme durch das Fischereiamt Berlin,
die Köpenicker Fischervereinigung e.V. und die
Fischersozietät Tiefwerder-Pichelsdorf. Die Maßnahmen werden
durch die Europäischen Union und die Senatsverwaltung für
Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung des Landes
Berlin gefördert. Die Kosten im Jahr 2018 betragen 166.000
Euro. Davon sind 93.000 Euro Fördermittel der Europäischen
Union, 31.000 Euro Landesmittel und 42.000 Euro Eigenmittel der
Fischereiberechtigten.
Der Europäische Aal gehört zu den heimischen Fischarten und
hat eine wichtige ökologische Funktion. Er trägt unter
anderem zur Wasserreinhaltung und zur Reduzierung der
Fischbiomasse in den Gewässern bei. Darüber hinaus gehört er
zu den wirtschaftlich bedeutendsten Fischarten der Fluss- und
Seenfischerei. Aale werden etwa zwanzig bis dreißig Jahre alt
und wandern zum Laichen etwa 5.000 Kilometer durch den Atlantik
bis zur Saragossasee, wo sie nach dem Laichen sterben. Die aus
den Eiern schlüpfenden Larven treiben anschließend etwa drei
Jahre passiv im Meer, bevor sie als Glasaale an die
Flussmündungen und anschließend flussaufwärts zu den
angestammten Plätzen der Elterntiere wandern.
Aufgrund der veränderten Umweltbedingungen sowie der fehlenden
Wandermöglichkeiten ging der Aalbestand in Berlin in den
vergangenen 20 Jahren um etwa 50 Prozent zurück. Mit dem
Ausbringen der Jungaale soll der Bestand in den Berliner
Gewässern wieder langfristig gesichert werden.
Weitere Information zu den Berliner Fischarten finden Sie
unter:
https://www.berlin.de/senuvk/fischerei/fischereiamt/de/publikationen.shtml
Quelle: http://www.berlin.de/presse/pressemitteilungen/index/feed?institutions=lpd&since=gestern_14_00&prio=1&count=1000&orig=1

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Gemeinde-
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